Das Förderprogramm
„Hand in Hand“

„Hand in Hand“ reicht jungen berufsschulpflichtigen Flüchtlingen die sich in ihrer neuen Umgebung integrieren möchten, die fördernde „Hand“ einer Patin / eines Paten. Vielfältige Stolpersteine vor allem für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge können durch die Betreuung erkannt und gemeistert werden.

„Hand in Hand“ versteht die berufliche Integration von jungen Flüchtlingen als Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben. Die beruflichen Aufgaben und die damit verbundenen Kontakte in den Betrieben ermöglichen ihnen, Verantwortung zu übernehmen und als Mitglied der Gesellschaft anerkannt zu werden. Die wirtschaftliche Unabhängigkeit durch Berufstätigkeit eröffnet Perspektiven für sich selbst und für ihr persönliches Umfeld.

Eine wesentliche Voraussetzung für die berufliche Eingliederung ist der Spracherwerb. Durch zusätzlichen Sprachunterricht, den „Hand in Hand“ initiiert, werden die Voraussetzungen für den Besuch einer weiterführenden Schule und einer erfolgreichen Ausbildung geschaffen.

Die Integration der jugendlichen Flüchtlinge kann nur durch gesellschaftliche Teilhabe gelingen. Neben der vielfältigen und komplexen Lernarbeit in der Schule, in Betrieben und der Freizeit hat die konstruktive Freizeitgestaltung in dem Programm „Hand in Hand“ ihren festen Platz. Der gemeinsame Besuch von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen oder Festen, die Mitgliedschaft in Vereinen etc., fördert die gesellschaftliche Teilhabe. Ziel ist, das Selbstwertgefühl der jugendlichen Flüchtlinge in ihrer neuen Umgebung so zu stärken, dass sie nach drei Jahren eigenverantwortlich ihr Leben organisieren und gestalten können und durch die Betreuung in der Gesellschaft ankommen.

Die Ziele

Berufliche Ziele

  • Unterstützung und Förderung der schulischen berufs- vorbereitenden Qualifizierung
  • Erreichung von allgemeinen und beruflichen Schulabschlüssen
  • Beratung bei der Wahl eines beruflichen Praktikums bzw. eines Ausbildungsverhältnisses
  • Begleitung und Unterstützung während des Praktikums bzw. der Ausbildung

Sprachliche und mathematische Ziele

  • Erreichung des deutschen Sprachniveaus A2 oder höher
  • Festigung und Ergänzung der mathematischen Kompetenzen

Persönliche Ziele

  • Stärkung des Selbstwertgefühls in der neuen Umgebung
  • Unterstützung in der Selbstorganisation
  • Begleitung bei der Bewältigung von Alltagsproblemen und Behördengängen
  • Talente/Begabungen entdecken und fördern sowie Schwächen erkennen und mindern
  • Freude am Lernen entwickeln und durch Erfolge festigen
  • Ermutigung zur Bewältigung von Misserfolgen und Herausforderungen
  • Entwicklung von Lösungsstrategien im Umgang mit Frustrationen und Konflikten
  • Verständnis für die politischen, ökonomischen, beruflichen und sozialen Bedingungen der neuen Umgebung vermitteln und Sach- bzw. Wirkzusammenhänge verdeutlichen
  • Integration in den Arbeitsmarkt
  • Integration in einheimische Vereine, Interessensgemeinschaften etc.
  • Unterstützung zu einer aktiven Freizeitgestaltung

Historie

Zitat Herr Krenzer Leitung des Förderprogramms „Hand in Hand“

Eberhard David

Uns ist wichtig, dass geflüchtete Jugendliche sich beruflich orientieren und ein Ausbildungsverhältnis eingehen. Patinnen und Paten begleiten die jungen geflüchteten Menschen auf ihrem Weg in die persönliche und wirtschaftliche Selbstständigkeit. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Integration der jungen Menschen in ihre neue Umgebung.

Karl-August Krenzer

 

Wolfgang und Regina Böllhoff Stiftung
Karl-August Krenzer
Leitung des Förderprogramms „Hand in Hand“
Tel.: 0521 – 32 95 17 9
Mobil: 0160 37 89 83 8
E-Mail: karl-august.krenzer@gmx.de